
„Der schulische Alltag verlangt immer
mehr von Lehrkräften. ADHS macht deutlich, wie wichtig fachliche Sicherheit ist, damit Kinder und Jugendliche nicht übersehen, sondern wahrgenommen werden.“
Julia Riemann B.Sc. M.Ed. - Referentin "ADHS Praxiswissen"
Das Konzept
ADHS - verstehen, erkennen, handeln
ADHS begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene über viele Bildungsstationen hinweg. In Kita, Schule und beruflicher Bildung zeigt sich die Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörung in unterschiedlichen Ausprägungen und stellt pädagogische Fachkräfte vor jeweils eigene Fragen. Während in der frühen Bildung Entwicklungsprozesse und Selbstregulation im Vordergrund stehen, rücken mit zunehmendem Alter Anforderungen an Selbstorganisation, Leistungsfähigkeit, soziale Teilhabe und Zukunftsgestaltung stärker in den Fokus. Ein tragfähiges Fortbildungskonzept berücksichtigt diese Unterschiede und setzt genau dort an, wo pädagogische Praxis Unterstützung braucht.
Mein Fortbildungskonzept „ADHS - verstehen, erkennen, handeln“ bietet hierfür einen klaren und zugleich flexiblen Rahmen. Es verbindet fachliche Grundlagen mit diagnostischer Orientierung und konkreten Handlungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag. Inhalte und Methoden werden dabei an die jeweilige Schulform, die Altersgruppe und die konkreten Fragestellungen des Teams angepasst. So entsteht ein Angebot, das sowohl für kurze Impulse als auch für vertiefende Fortbildungsprozesse geeignet ist und die Realität unterschiedlicher Bildungseinrichtungen ernst nimmt.
Im Zentrum steht stets die Frage, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit ADHS so begleitet werden können, dass sie sich gesehen fühlen, Orientierung erhalten und ihre Potenziale entfalten können, ohne dabei ausgegrenzt oder stigmatisiert zu werden. Gleichzeitig wird der Blick auf Rahmenbedingungen gelenkt, die pädagogische Arbeit erleichtern und Lernumgebungen schaffen, von denen alle profitieren.
Im Bereich Verstehen vermittle ich fundiertes Hintergrundwissen zu ADHS. Thematisiert werden theoretische Grundlagen, psychoedukative Aspekte sowie zentrale Fragen wie: Was ist ADHS, welche Ursachen liegen zugrunde, wie zeigt sich ADHS im Schulalltag und welche Behandlungs- und Unterstützungsansätze gibt es. Ziel ist es, Verhalten fachlich einordnen zu können, Mythen und Fehlannahmen abzubauen und eine professionelle, entlastende Perspektive zu entwickeln. Dieser Teil eignet sich besonders für Einführungen, Impulsvorträge oder Fortbildungen für das gesamte Kollegium.
Der Schwerpunkt Erkennen richtet den Blick auf diagnostische Grundlagen im schulischen Kontext. Lehrkräfte lernen, typische Erscheinungsformen von ADHS differenziert wahrzunehmen, Abgrenzungen zu anderen Auffälligkeiten vorzunehmen und eigene Beobachtungen systematisch zu reflektieren. Dabei wird die Rolle der Schule im diagnostischen Prozess geklärt, ohne den Anspruch zu erheben, Diagnosen zu stellen. Dieser Teil bietet sich an, wenn Unsicherheit im Umgang mit auffälligem Verhalten besteht oder die Zusammenarbeit mit Eltern und externen Fachstellen gestärkt werden soll.
Im Bereich Handeln liegt der Fokus auf der konkreten Umsetzung im Unterricht. Gemeinsam wird erarbeitet, wie Unterricht inklusiv geplant und gestaltet werden kann, sodass Schüler*innen mit ADHS Orientierung, Struktur und Motivation erfahren. Thematisiert werden unter anderem Klassenführung, klare Routinen, adaptive Unterrichtsplanung, Beziehungsgestaltung und der Umgang mit herausfordernden Situationen. Dieser Teil ist besonders geeignet für vertiefende Fortbildungen, Teams mit konkreten Praxisfragen oder schulinterne Entwicklungsprozesse.
ADHS in der Kita und frühen Bildung
In der frühen Bildung steht ADHS im engen Zusammenhang mit Entwicklungsprozessen, Selbstregulation und Beziehungsgestaltung. In der Fortbildung wird thematisiert, wie sich frühe Auffälligkeiten zeigen können, welche Rolle Bindung, Struktur und Entwicklungsbegleitung spielen und wie pädagogische Fachkräfte Kinder unterstützen können, ohne vorschnell zu pathologisieren. Die Inhalte werden praxisnah aufgearbeitet und im Rahmen der Fortbildung vertieft auf den Kita-Alltag bezogen.
ADHS in weiterführenden Schulen
In weiterführenden Schulen treten Fragen von Leistung, Motivation, sozialer Einbindung und Selbstorganisation stärker in den Vordergrund. Die Fortbildung greift typische Herausforderungen dieses Alters auf und zeigt, wie Unterricht, Klassenführung und Beziehungsgestaltung so angepasst werden können, dass Jugendliche mit ADHS Orientierung und Halt finden. Aspekte wie Übergänge, schulische Anforderungen und der Umgang mit zunehmender Eigenverantwortung werden im Fortbildungsrahmen differenziert vertieft.
ADHS im Jugend- und Erwachsenenalter in der beruflichen Bildung
In berufsbildenden Schulen und der Berufsbildung insgesamt wird ADHS verstärkt im Zusammenhang mit beruflicher Entwicklung, Zukunftsperspektiven und Übergängen in Ausbildung und Arbeit betrachtet. Thematisiert werden Veränderungen der Symptomatik im Jugend- und Erwachsenenalter, Anforderungen an Selbstmanagement, Belastbarkeit und Arbeitsverhalten sowie die Bedeutung unterstützender Lern- und Arbeitsstrukturen. Die Fortbildung bietet Raum, diese Aspekte auf die jeweilige Schulform zu beziehen und praxisnah zu vertiefen.
Wenn Sie Fragen haben oder überlegen, welches Format für Ihre Einrichtung passend sein könnte, kommen Sie gern auf mich zu. In einem unverbindlichen Austausch klären wir, welche Schwerpunkte sinnvoll sind und wie die Fortbildung an Ihre Rahmenbedingungen angepasst werden kann.
Ich freue mich über Ihr Interesse und darauf, gemeinsam ein Angebot zu entwickeln, das zu Ihrer Schule oder Einrichtung passt.
